110. Deutsche Meisterschaften in Ulm
“Ulm macht die Weltmeister” war das passende Motto der diesjährigen deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm. Knapp sechs Wochen vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin dienten die Titelkämpfen als letzte große Standortbestimmung für viele Athleten und die Chance sich für das WM-Team zu empfehlen. Im Ulmer Donaustadion gab es eine kleine Renaissance des deutschen Sprints. Verena Sailer (11,18 s) und Tobias Unger (10,18 s) gewannen über 100 Meter und in den Vorläufen und Finals liefen Marion Wagner (11,24 s) und Lisa Schorr (11,34 s), sowie Marius Broening (10,24 s) exzellente Zeiten auf der schnellen Kunststoffbahn. Über 200 Meter rannte Youngster Robert Hering vom TuS Jena mit 20,41 s eine neue persönliche Bestzeit und gewann vor Alexander Kosenkow (20,43 s). Wie im letzten Jahr verzückten Carolin Nytra und Sebastian Bayer das Publikum und die Medien gleichermaßen mit einer filmreifen Inszenierung. Die Hürdensprinterin vom Bremer LT lief mit 12,78 s so schnell wie noch nie über die 100-Meter-Hürden und spornte ihren Freund dermaßen an, dass dieser Sekunden später auf 8,49 Meter im Weitsprung flog. Damit hatten beide die Norm für die WM in Berlin deutlich erfüllt und sind endgültig das Traumpaar der deutschen Leichtathletik.
Fotos: copyright Dirk Gantenberg


